Drei Power Metal-Bands in Folge auf die Bühne zu schicken kann funktionieren – wie wir bei Pink Cream 69, Stratovarius und Helloween gesehen haben. Trotzdem ist es gewagt, denn die auf verspielte Gitarren- und Keyboard-Partien ausgelegten Arrangements mit ihrem vorwiegend durch hohe Stimmlagen geprägten Gesang wirken auf Dauer ermüdend. Das Konzept scheint aufzugehen, wenn alle Beteiligten über eine klare Identität und einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen. Davon kann bei 4th Dimension, Labyrinth und Sonata Arctica freilich nur partiell die Rede sein – und genau das ist der Knackpunkt der Faschingsdienstags-Veranstaltung in der Konzertfabrik. Weiterlesen »
Nun hat er es also doch getan. Nach dreizehn Tagen zwischen Medienbeschuss und Sympathiebekundung die Notbremse gezogen: Um 11.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg zurückgetreten und hat damit vermutlich seinen politischen Aufstieg gesichert. Langfristig gesehen jedenfalls. Einige kluge Köpfe der Nation hatten ihm öffentlich zu diesem Schritt geraten – ob sie recht behalten und der clevere Minister tatsächlich auf das politische Parkett zurückkehren wird, um zum Sturm auf höchste Staatsämter anzusetzen, wird sich zeigen. Erst einmal darf er es freilich mit den Oberbayern von Lacrimas Profundere halten und im fabelhaften Nirgendwo aufgehen.
Neuseeland bebt, der Nahe Osten brennt, doch die verstörenden Bilder von politischem Aufruhr und brachialer Naturgewalt werden von einer Nachricht verdrängt, die Deutschland in seinem Innersten trifft: Lieblingsschüler und Klassenerster Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg hat geschummelt. Die Rede ist nicht etwa von seiner verblüffenden Gedächtnislücke um die Geschehnisse im fernen Kundus oder von seinem umstrittenen Aktionismus angesichts der Zustände auf der Gorch Fock. Nein, diesmal geht’s ans Eingemachte. Und kein Bauernopfer wird die Missetat sühnen, die sich schwarz auf weiß in die Annalen der Universität Bayreuth gebrannt hat. 