Gerade hatten wir noch die auffällige Dichte skandinavischer Bands im Metal Diary konstatiert, da ist es schon wieder soweit: Finnland bekommt das nächste Fähnchen auf unserer imaginären Landkarte. Das mag nach Subordination aussehen, entspringt aber dem ehrlichen Wunsch, vor allem jene Bands zu würdigen, die – nach unserem Dafürhalten – berücksichtigt zu werden verdienen. Dass die finnischen Power-Metaller von Stratovarius zu dieser Riege gehören, steht außer Frage – wie auch die Reinheit der Intonation von Sänger Timo Kotipelto, dessen kraftvoller Kopfgesang allerdings nicht jedem gefallen dürfte. Weiterlesen »
Im Vorprogramm der finnischen Gothic-Ikone Tarja versuchte die in Paris lebende Russin Alina Dunaevskaya vor gut zwei Monaten das Publikum in Zürich für sich zu begeistern. Trotz gesanglicher Highlights ging die Performance der attraktiven Sängerin im Sog der schlechten Tonqualität baden, blieben die dargebotenen Songs farblos und ohne Widerhall. Wen die misslichen Umstände nicht vom Kauf der bislang einzigen Markize-CD Transparence abhielten, der konnte sich nachträglich von der durchaus vorhandenen Kreativität und dem Ideenreichtum der französischen Musiker überzeugen.
Würden für alle Alben, die ich in den letzten Monaten im Metal Diary besprochen habe, kleine rote Fähnchen auf eine Landkarte gepinnt, würde Skandinavien im Wimpel-Meer versinken. Dieser Umstand könnte natürlich auf eine eingeschränkte Perzeption meinerseits hinweisen. Er könnte allerdings auch der Tatsache entspringen, dass die interessanteren Veröffentlichungen im hohen Norden Europas das Licht der Welt erblicken. In einer ruhigen Minute werde ich ernsthaft über diese Frage nachdenken müssen. Aber nicht heute. Denn heute beziehe ich mich auf den 20. August 2010 – jenen Tag, an dem der deutsche Metal seine Ehre zurückerlangte.
Nach dem bedrückenden Exkurs in die moralische Verwerflichkeit moderner Massentierhaltung habe ich nach Zerstreuung gesucht – und hoffte, diese bei einem guten Buch zu finden. Tatsächlich ist die Güte eines Lesestoffes ähnlich schwer zu ermessen wie die Qualität jedes beliebigen Musikstückes. Und schon sind wir in medias res. Denn genau davon handelt das von Florian Lauermann herausgegebene Sachbuch Musikerfahrung – Musikinterpretation: Der Darstellung und subjektiven Bewertung musikalischen Erlebens. Um es kurz zu machen – weit bin ich nicht gekommen, denn schon auf Seite 12 hat Dr. jur. Lauermann mir ob seiner einseitig-provokanten Sichtweise der Dinge die Lektüre verleidet.
Hat man sich gerade noch den Kopf darüber zerbrochen, wie dem angefutterten Festtagsspeck am effektivsten beizukommen ist, steht mir nichts dir nichts schon der nächste Feind vor der Tür: Das böse Dioxin. Versteckt in Eiern und Hühnerfleisch macht es uns das längst verdaute Frikassee und unser tägliches Omelette madig. Aber nicht nur das, neuesten Meldungen zufolge sind auch die Schweine wieder dabei. Wäre ja ein Wunder, wenn die sich da rausgehalten hätten. Schweinepest und Schweinegrippe, vor zwei Jahren bereits Unmengen von Dioxin in irischem Schweinefleisch – scheint als ob die Borstentiere jede Gelegenheit nutzten, sich in Verruf zu bringen.